Ferdinand BerthoudFerdinand Berthoud wurde am 19. 3. 1727 in Plancemont (Neuchatel, Schweiz) geboren und starb am 20. 6. 1807 in Groslay (Frankreich). Sein Hauptverdienst liegt im Bau des französichen Marinechronometers. Er schrieb verschiedene Fachbücher über die Uhrmacherei, wobei mir im Moment folgende bekannt sind:
- Die Kunst mit Pendel- und Taschenuhren umzugehen und sie zu reguliren, 1759
- Essai sur l'Horlogerie, 1763 und 1786
- Les Longitudes par la mesure de temps, 1773
- Traite Des Horloges Marines, 1773
- Versuche, Vortheile, Grundsätze und Regeln zur Erreichung der möglichsten Vollkommenheit der Taschenuhren, 1790
- Anweisung zur Kenntniss, Gebrauch und guten Haltung der Wand- und Taschenuhren, 1791
- Praktischer Unterricht beim Baue einer Repetitionstischuhr, und einer Taschenuhr von gewöhnlicher Bauart, 1795
- L'histoire de la Mesure du Temps par les Horloges, 1802
- Die Uhrmacherkunst, vorgetragen in 30 Vorlesungen
Die Kunst mit Pendel- und Taschenuhren umzugehen und sie zu regulirn
1. Kapitel Zeiteintheilung: was man unter wahrer und mittlerer Zeit versteht.
2. Kapitel Erklärung des Mechanismus einer Pendeluhr und wie diese die Zeit mißt.
3. Kapitel Von dem Bau der Taschenuhren.
4. Kapitel Ursachen der Richtigkeit der Pendeluhren, ihre Zeitmessung und der Grad von Richtigkeit, der sich hierin von ihnen erwarten läßt.
5. Kapitel Von den Ursachen der Veränderlichkeiten der Taschenuhren; der höchste Grad von Richtigkeit, der sich von ihnen erwarten läßt.
6. Kapitel Ueber den Unterschied zwischen einer Taschenuhr, welche nicht regulirt ist und einer, deren Gang veränderlich ist, und worin beide von einer regulirten unterschieden sind.
7. Kapitel Wie man die Richtigkeit einer Taschenuhr erfahren kann.
8. Kapitel Ein jeder muß seine Taschenuhr selbst reguliren und alle 8 oder 10 Tage einmal stellen.
9. Kapitel Anwendung der Spiralfeder. Wie man den Rückzeiger zu drehen hat, um die Taschenuhr zu richten.
10. Kapitel Über die Art, die Wanduhren (oder Pendeluhren) zu richten.
11. Kapitel Wie man die Pendel- und Taschenuhren nach dem Meridian (Mittagslinie) zu richten hat.
12. Kapitel Art und Weise, wie man Mittagslinien behufs der Pendel- und Taschenuhr-Regulierungen zu suchen hat.
13. Kapitel Vorsichtsmaßregeln bei Anschaffung guter Pendel- und Taschenuhren.
14. Kapitel Wie man Taschenuhren in gutem Zustand erhält.
15. Kapitel Grundregel, die man zu beachten hat, wenn man die Taschen- und Pendeluhren in guten Stand erhalten und stellen will, und wie man überhaupt mit diesen nützlichen Maschinen umgehen soll, damit sie den möglichsten Nutzen gewähren.
Aequationstabellen (33 kB)
Anhang: Ein kurzer Zusammentrag zur Anwendung für die auf die gleiche Zeit gestellten Observationsuhren, 1) zum gewöhnlichen Gebrauch für das Publikum, 2) zur Bestimmung der Längen zu Land und Meer;
1. Kapitel Ueber den gewöhnlichen Gebrauch der Observations- oder Gleichungsuhren.
2. Kapitel Ueber die Vergleichungen und Berechnungen, deren Anwendung nicht zu umgehen ist, wenn man mittelst der Uhr die Längen zu Land und Meer finden will.
3. Kapitel Von dem Bau des Instruments, welches sich dazu eignet, den Gang der Uhr, welche die Länge des Landes bestimmt, zu reguliren; ferner von den Berechnungen und der Verfahrungsweise, die man zu diesem Behuf anzuwenden hat.
4. Kapitel Wie man die Uhr zu Land in einer Chaise oder Postwagen fortbringt, wenn sie die Längen des Landes bestimmen soll.
Tafel 1 (20 kB)
Tafel 2 (20 kB)
Tafel 3 (23 kB)
Tafel 4 (19 kB)
Tafel 5 (32 kB)